Ferienhausanlage auf Koh Samui

Koh Samui

Die Insel

Koh Samui ist eine Insel im Golf von Thailand und ca. 35 Kilometer vom Festland entfernt. Mit 247 Quadratkilometer Fläche ist Ko Samui, nach Phuket und Ko Chang, die drittgrößte Insel des Königreichs Thailand. Sie ist Teil des Samui-Archipels (Muu Ko Samui), zu dem 60 weitere Inseln gehören – dazu zählen Ko Phangan, Ko Tao, Ko Nang Yuan, Ko Taen, Ko Mudsum und die rund 40 Inseln des Ang-Thong-Nationalparks. Samui liegt 258 Seemeilen südlich von Bangkok. An der schmalsten Stelle ist die Insel 21 Kilometer und an der weitesten Stelle 25 Kilometer breit. Das Landesinnere ist eine zum Großteil vom Dschungel bedeckte Berglandschaft. Der ursprüngliche Urwald wurde bis auf wenige Reste schon vor langem abgeholzt, um Raum für Plantagen zu schaffen. Höchster Berg ist der 635 m hohe Khao Thai Kwai im Südwesten der Insel. Eine 51 Kilometer lange Ringstraße führt rund um die Insel, fast immer entlang der Küste. Fähren verbinden die Hauptstadt Nathon unter anderem mit der Provinzhauptstadt Suratthani auf dem Festland sowie mit den nördlichen Nachbarinseln Koh Phangan und Koh Tao.

Das Klima

Inmitten der Tropen gelegen, ist das Klima auf der Insel feucht und wechselhaft. Es werden ganzjährig Temperaturen von über 30°C gemessen, und das Wasser wird nur selten kälter als 28°C. Der Gezeitenwechsel ist während des Vollmonds und kurz danach am stärksten. Von Februar bis April ist die See ruhig. Regen bedeutet in dieser Zeit kurze, kräftige Schauer am Nachmittag. Von November bis Mitte Dezember ist Regenzeit mit oft starken Monsun-Regenfällen. Von Mai bis Ende September ziehen nachts manchmal Stürme über die Insel.

Geschichte und Kultur

Legenden zufolge wurde Samui bereits seit 1500 bis 2000 Jahren zumindest zeitweise besiedelt. Damals sollen chinesische Seefahrer auf der Insel gelandet sein um frisches Trinkwasser aufzunehmen und ihre Schiffe zu reparieren. In alten Karten aus der Zeit der Ming-Dynastie im Kaiserreich China wurde die Insel unter dem Namen Pulo Cornam erstmals 1687 eingezeichnet. Schiffswracks, die vor der Küste Samuis entdeckt wurden, enthielten chinesische Keramiken aus dem 17. Jahrhundert. Samui war auch Fischern aus dem südlich gelegenen Malaysia schon lange bekannt. Im 18. Jahrhundert ließen sich von der chinesischen Insel Hainan kommende Siedler dauerhaft nieder, zu denen bald auch Thais vom Festland stießen. Es kam sehr schnell zu einer Vermischung mit den Einheimischen. In dieser Zeit ist wohl auch die 'künstliche' Anlage des nahezu geschlossenen Kokospalmengürtels entlang der Strände entstanden. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen schließlich noch muslimische Fischer aus den südlichen Provinzen Thailands hinzu. Diese Mischung verschiedener Ethnien und Religionen und ein weitgehend autarkes Dasein ließ die Inselbewohner ein spezielles Selbstbewusstsein entwickeln. So sehen sie sich selbst nicht nur als Thai, sondern vor allem auch als Chao Samui, das „Volk von Samui“.

Wat Phra Yai mit „Big Buddha“

Die Mehrheit der Bewohner sind heute Anhänger des Theravâda-Buddhismus. Wie in den anderen südlichen Provinzen Thailands ist der Anteil der Muslime mit 20 % relativ hoch. Während aber auf dem Festland seit Jahrzehnten immer wieder teilweise auch gewalttätige Konflikte zwischen den buddhistischen und den muslimischen Thais ausbrechen, leben sie auf Samui friedlich neben- und miteinander. Der Unterschied ist vor allem der, dass die Chao Samui eine gemeinsame Geschichte haben, während die Provinzen am Festland nahe der Grenze zu Malaysia früher eigenständige Fürstentümer oder muslimische Sultanate waren.

Auf Samui befinden sich eine Reihe buddhistischer Tempel (Wat). Am bekanntesten ist die vergoldete zwölf Meter hohe Buddha-Statue, der „Big Buddha“ des Wat Phra Yai, die 1972 auf der kleinen vorgelagerten Insel Ko Fan gegenüber dem nordöstlichen Strand von Bang Rak errichtet wurde. Weniger bekannt ist die am südlichsten Kap der Insel erbaute, ebenfalls vergoldete, Chedi Laem Sor. Im Wat Khunaram, nahe dem Ort Ban Hua Thanon, ist der mumifizierte Leichnam des Mönches Luang Phor Daeng Payasilo zu sehen, der 1973 als 79-jähriger während der Meditation verstarb und dessen Körper, immer noch in der selben sitzenden Position, kaum Zeichen von Verwesung aufweist.

Wirtschaft

Traditionell waren Fischfang und die Bewirtschaftung von Palmenplantagen die wichtigsten Wirtschaftszweige. Auch heute noch sind die Erzeugnisse der Plantagen nach dem Tourismus die größte Einnahmequelle. Exportiert wird neben mehr als zwei Millionen Kokosnüssen monatlich - und sie gelten als die besten in Thailand - vor allem das aus den Kokosnüssen gewonnene Kopra. Außerdem werden aus den Fasern der Nüsse Matten hergestellt, das Holz als Baumaterial und für Alltagsgegenständen genutzt und immer noch manchmal die Blätter zum Decken von Häusern verwendet. Weitere landwirtschaftliche Produkte sind vor allem die wegen ihres Geruchs berüchtigte Durian sowie Rambutanfrüchte.

Tourismus

In den 1970er Jahren wurde Ko Samui von Aussteigern (siehe auch Hippie) „entdeckt“, die zuvor bereits auf Ibiza, in Goa und auf Bali zu unfreiwilligen Wegbereitern des Massentourismus geworden waren. Es dauerte allerdings bis in die späten 1980er Jahre, dass Samui zum Ziel „normaler“ Fernreisender wurde. Bis dahin war die Anreise, eine Nachtfahrt mit dem Zug von Bangkok nach Phunphin, dem Hauptbahnhof von Surat Thani, gefolgt von einer mindestens dreistündigen Fahrt mit dem Schiff zur Inselhauptstadt Na Thon, kompliziert und sehr anstrengend gewesen. Dann wurde die Anreise zuerst mit klimatisierten Bussen und eigenen Fähren zunehmend verbessert und 1988 schließlich durch die Eröffnung des Flughafens (IATA-Code: USM) im Nordosten der Insel auch dem Pauschaltourismus ermöglicht. Der etwa 70-minütige Flug von Bangkok machte Samui zur leicht erreichbaren „Trauminsel“ für internationale Reiseveranstalter und ihre Kunden. Der Flughafen wird mittlerweile (2005) auch von Singapur, Phuket, Pattaya, Krabi und Hong Kong aus direkt angeflogen. Heute besuchen jährlich etwa 1,2 Millionen Touristen aus aller Welt die Insel.
In Folge des Tsunamis vom 26. Dezember 2004, der Teile der touristischen Infrastruktur in den thailändischen Touristenzentren Phuket und Khao Lak zerstörte, hat sich die Anzahl der Pauschalreisenden auf der, wegen ihrer Lage im Golf von Thailand von den Folgen des Erdbebens unberührt gebliebenen, Insel Samui nahezu verdoppelt.

Chaweng am Abend - Blick nach Süden

Die bei Touristen wegen der breiten Strände und des feinen Sandes beliebtesten Küstenabschnitte sind die Strände von Chaweng, dem touristischen Zentrum Samuis, und Lamai jeweils im Osten und die etwas weniger erschlossenen Buchten von Maenam und Bophut im Norden. Auf Samui darf nur maximal „palmenhoch“, also in der Regel zweigeschossig, gebaut werden, wodurch große Hotelbauten vermieden und das ursprüngliche Flair erhalten werden soll. In der näheren Umgebung Ko Samuis sind vor allem Ko Phangan und die Inseln des Angthong Marine Nationalparks Ziele für Tagesausflüge. Die Gewässer um Ko Tao (nördlich von Phangan) gehören zu den weltweit schönsten Tauchgebieten.

Straße im Fischerdorf Bophut

Die Schattenseiten des Tourismus auf dem als „Trauminsel“ beworbenen Samui machen ich vor allem für die ursprünglichen Einwohner bemerkbar. Viele beklagen, ihr Land an Unternehmer vom Festland und aus dem Ausland verloren zu haben. Die Kokospalmen-Haine, die früher die zahlreichen Strände entlang der gesamten Küste säumten, sind heute bereits vielerorts verschwunden. Der Weg zu den Stränden, die überall in Thailand öffentlicher Raum sind, ist in den touristisch am stärksten erschlossenen Gebieten durch Hotels und Bungalow-Resorts behindert oder versperrt.
Die Preise für Lebensmittel sind generell derart gestiegen, dass auch die Einheimischen mittlerweile die gleichen Preise wie die Touristen bezahlen. So sind die Preise für Fleisch und Reis innerhalb weniger Jahren um 300 % gestiegen. Während es früher üblich war auf den Märkten Fisch auch in zerteilten Stücken zu kaufen, werden heute oft nur noch ganze Fische angeboten, da dies von den Touristenrestaurants bevorzugt wird. Durch den Bevölkerungszuwachs auf der Insel hat auch die Qualität und die Quantität des Trinkwassers gelitten, das traditionell aus Brunnen gefördert werden konnte. So müssen die Insulaner heute oft auf Wasser aus Flaschen zurückgreifen.
Die leichte Erreichbarkeit – die Fluggesellschaft Bangkok Airways unterhält mittlerweile 20-30 Flüge täglich zur Insel, zwei Reedereien steuern mehr als 30 mal pro Tag die Insel mit Autofähren an – hat den Verkehr auf der 53 km langen Ringstraße stark anwachsen lassen, womit sich auch die Unfallgefahr erhöhte.

Ärztliche Versorgung

Auf Samui gibt es ein staatliches vier private Krankenhäuser. Insbesondere die privaten Kliniken haben einen hohen, modernen Standard mit gut ausgebildeten Fachkräften, womit die ärztliche Versorgung im Bedarfsfall rund um die Uhr gesichert ist.